Rückstellungen für Umweltschutz

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Grundsätze

Die Umweltkatastrophen haben die Öffentlichkeit zunehmend für Fragen des Umweltschutzes sensibilisiert. Eine Vielzahl von Gesetzen und Verordnungen zum Schutz der Umwelt stellen die Unternehmen vor neue Herausforderungen. Das Umweltschadensgesetz begründet eine öffentlich-rechtliche Haftung für alle, die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit für einen Umweltschaden verantwortlich sind. Um nicht existenzbedrohender Risiken aus der Umwelthaftung ausgesetzt zu sein, müssen sich die Unternehmen anpassen.

Umweltschutzverpflichtungen sind Verbindlichkeitsrückstellungen und beruhen zumeist auf öffentlich-rechtlichen Verpflichtungen. Diese Verpflichtungen ergeben sich aus Gesetzen, Verordnungen und Verwaltungsanordnungen. Beispielhaft werden genannt:

  • Bundes-Immissionsschutzgesetz
    (Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche Vorgänge)
  • Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft)
    Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes-Immissionsschutzgesetz
  • Gesetz über die Vermeidung und Sanierung von Umweltschäden

Buchungssätze bei Rückstellungen für Umweltschutz

Die entsprechende Buchung lautet: Aufwandskonto an Rückstellungen
Die Aufwandsbuchung verringert den Gewinn des Abschlussjahres. Mit Hilfe der Position Rückstellungen wird dieser Betrag in das neue Jahr übernommen.

Rückstellungen für Umweltschutz werden im SKR04 und SKR03 auf folgenden Sachkonten ausgewiesen:

Kontenrahmen SKR04 Kontenrahmen SKR03

Bilanzkonten:

  • 3097 - Rückstellungen für Umweltschutz kurzfristig
  • 3099 - Rückstellungen für Umweltschutz

Bilanzkonten:

  • 0979 - Rückstellungen für Umweltschutz

Aufwandskonten:

  • 6300 - Sonstige betriebliche Aufwendungen

Aufwandskonten:

  • 4900 - Sonstige betriebliche Aufwendungen
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