Bewegungsbilanz - Beständedifferenzenbilanz

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Zur Aufstellung einer Bewegungsbilanz benötigt man die Bilanzen zweier aufeinanderfolgender Jahresabschlüsse, aus denen dann die Differenzen der einzelnen Bilanzposten zwischen Anfangs- und Endbestand errechnet werden (Beständedifferenzenbilanz). Diese wird durch Umstellungen zu einer Bewegungsbilanz.

Eine Bewegungsbilanz ist damit eine Gegenüberstellung der aus zwei aufeinander folgenden Handelsbilanzen abgeleiteten Veränderungen der Aktiv- und Passivseite. Damit sind Aussagen über die bilanzielle Mittelherkunft und Mittelverwendung möglich.

Grundaufbau der Beständedifferenzbilanz:

Es wird die Struktur der Bilanz verwendet. Die absoluten Stichtagswerte werden durch die entsprechenden Differenzen zu den Vorjahreswerten ersetzt.

Beständedifferenzbilanz
Veränderungen Aktivpositionen Veränderungen Passivpositionen
Erhöhung von Aktivposten (+) Erhöhung von Passivposten (+)
Minderung von Aktivposten (-) Minderung von Passivposten (-)

In der Beständedifferenzbilanz sieht man anstelle der Stichtagswerte die Veränderungen der einzelnen Bilanzpositionen.

Durch Übertragung der jeweils negativen Werte einer Seite auf die andere Seite entsteht eine Veränderungsbilanz (Bewegungsbilanz).

Grundaufbau der Bewegungsbilanz:

Bewegungsbilanz
Mittelverwendung Mittelherkunft
Erhöhung von Aktivposten (+)
  • Erhöhung Anlagevermögen
  • Erhöhung Umlaufvermögen
= Investition
Erhöhung von Passivposten (+)
  • Eigenkapitalmehrungen
  • Fremdkapitalmehrungen
= Finanzierung
Minderung von Passivposten (-)
  • Eigenkapitalminderungen
  • Fremdkapitalminderungen
= Definanzierung
Minderung von Aktivposten (-)
  • Minderung Anlagevermögen
  • Minderung Umlaufvermögen
= Desinvestition
Einfach ausgedrückt steht hier: Wohin sind die Mittel geflossen? Einfach ausgedrückt steht hier: Woher stammen die Mittel?
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